Felix Platter (1536–1614)

Felix Platter, Gemälde von Hans Bock d. Ä. (ca. 1550–1623), 1584, Kunstmuseum Basel

Felix Platter war nach Conrad Gessner (1516–1565) der führende Arzt, Naturwissenschaftler und Naturaliensammler seiner Zeit in der Schweiz. Sein Vater Thomas, vom Ziegenhirten in Grächen zum Druckereibesitzer und Rektor der Lateinschule in Basel aufgestiegen, verfasste die berühmte «Lebensbeschreibung», die als eine der bedeutendsten Autobiographien des 16. Jahrhunderts gilt.

Schon als Kind hatte Felix die feste Absicht, Arzt zu werden; mit 16 Jahren ging er dann zum Studium der Medizin nach Montpellier. Botanik und andere Naturwissenschaften waren damals als Hilfswissenschaften der Medizin in diese Ausbildung integriert.

1557 kehrte Platter nach Basel zurück und praktizierte als Arzt. 1570 fungierte er zum ersten von sechs Malen als Rektor der Universität, wo er ab 1571 als Professor der praktischen Medizin unterrichtete. Zudem bekleidete er das Amt des Stadtarztes.

Platter war sehr erfolgreich, blieb bis zu seinem Tod 1614 berufstätig und erwarb ein grosses Vermögen. Er sammelte Kunstgegenstände, Musikinstrumente und legte ein umfangreiches und weitherum bewundertes Naturalien- und Raritätenkabinett an. Pflanzen interessierten ihn besonders und er besass einen eigenen botanischen Garten. Mehr Informationen zu Felix Platter im HLS-Artikel.

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